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Vechta. Das Mädchen mit dem Violoncello ist erst neun Jahre alt, hat aber bereits mehrere Wettbewerbe gewonnen. Auf der Bühne im Rathaus Vechta sitzt Charlotte Melkonian allein mit ihrem Instrument. Mal schaut sie beim Musizieren konzentriert auf ihre Finger, mal verträumt nach oben. Der fast stürmische Applaus von knapp 200 Gästen macht sie erkennbar glücklich und verlegen zugleich. 

Die neunjährige Charlotte Melkonian mit ihrem Violoncello und weitere musikalisch Hochbegabte begeisterten am Sonntag fast 200 Gäste im Rathaus Vechta. Den Erlös seines 20. Benefizkonzerts spendet der Förderverein des Lions Clubs Vechta an die Tafel Lohne. Foto: Haring

Dieser Auftritt der jungen Musikerin bildete den Abschluss und wohl auch den Höhepunkt eines Konzerts von acht Künstlerinnen und Künstlern des Instituts zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Veranstalter war der Förderverein des Lions Clubs Vechta. 
IFF-Direktor Professor Martin Brauß sagte über die Kinder und Jugendlichen des Instituts, dass sie „ihr Leben nicht anders verbringen möchten als mit musizieren“. Die musikalisch Hochbegabten gehen normal zur Schule und studieren wochenends am IFF. „Es sind alles starke Talente.“
Mal begeisterten drei Geschwister mit ihren Streichinstrumenten, mal eine Solistin am Flügel. Alle Mitwirkenden sind vielfach ausgezeichnet. Der 16-jährige Klarinettist Simon Rühlmann etwa hat sehr erfolgreich an „Jugend-musiziert“-Regional-, Landes- und Bundeswettbewerben teilgenommen, er spielt in verschiedenen Orchestern. 

Während seiner Begrüßung im Rathausfoyer hatte Lions-Präsident Dr. Uwe Heil erläutert, warum der Erlös des 20. Benefizkonzerts an die Tafel Lohne mit Ausgabestellen auch in Damme, Vechta und Visbek geht: „Immer mehr Menschen auch in unserer Region sind bedürftig. Darunter viele Menschen, von denen wir es gar nicht ahnen.“